Schloss Marienlay
Das Landschaftsbild prägende Weingut am Osthang des Ruwertals, dessen
Steillage hier Ende 19. Jh. mit Reben bepflanzt wurde. Einen
Straßenseitig hangparrallen Hof dreiseitig umbauendes Weingut, das
1922-27 aus örtlichen Schieferbruchsteinen errichtet wurde. Das den Hof
ursprünglich einnehmende Kelterhaus von um 1880 wurde 1961 abgebrochen.
Der
zweigeschossige, die gesamte Anlage rechteckig unterfangende Keller ist
an der Hanglage als eingeschossiges Sockelgeschoss zugänglich. 1962
Anbau von sich hangseitig unterordnenden und das Erscheinungsbild
respektierenden Werkbauten (Kelleranlage, Pack- und Lagerhalle).
Der klar geschmittene, kubische Baukörper über regelmäßigem Grundriss wird durch einen dreigeschossigen Teilkubus unter steilgeneigtem Walmdach und halbrund vortretende Flankentürme unter Kegeldächern gegliedert. Den Südflügel verlängert ein, wohl im letzten Bauabschnitt zugefügter, zinnenbekrönter Vorbau mit Ziegeleinlagen. Hier an der Stirnseite eine gotisierende Weinrebenmadonna des späten 19. Jh. in Nische.
Nach der funktionalen Aufteilung, der Gruppierung aus klaren Kuben, den rechteckigen Fensterausbildungensowie der Durchbildung aus heimischem Schiefer ist das Weingut für die Architekturtendenz des Heimatstils zeitentsprechend ausgebildet. Der deutlich an französische Schlossbauten erinnernde historische Stilansatz ist hier ganz summarisch auf wenige Akzente und die Dachformen zurückgedrängt. Damit setzt das die Winzervillen an Saar und Ruwer zeitlich abschließende Weingut für seine Gattung einen eigenständigen kultur- und stilgeschichtlichen Akzent.
Funktionaler Teil des Weingutes ist die zugehörige und das Erscheinungsbild mitprägende Weinbergslage
Öffnungszeiten:
auf Anfrage
Kontakt:
Touristinformation Ruwer
Bahnhofstraße 37a, 54317 Kasel, Tel. 0651 / 1701818
www.ruwer.eu




