Steipe und Rotes Haus

Steipe

Die Steipe hat ihren Namen von den im trierischen Dialekt als "Steipe" bezeichneten Stützen. Sie war das Repräsentationshaus für Stadtrat und Honoratioren und verfügte über Gesellschaftsräume und Trinkstuben.

Die Steipe am Hauptmarkt, Ecke Dietrichstraße, wurde 1483 nach 50-jähriger Bauzeit eingeweiht. 1944 wurde sie zerstört und 1970 wieder aufgebaut. Mit Sicherheit kann man es als eines der bedeutendsten Gebäude am Hauptmarkt bezeichnen.

Die Skulpturen zeigen für die Entstehungszeit Triers wichtige Heiligenfiguren; die Originale sind im Stadtmuseum Simeonstift zu besichtigen.

Rotes Haus

ANTE ROMAM TREVIRIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS

Das Haus des Bäckeramtsmeisters und Domsekretärs Johann Wilhelm Polch wird das Rote Haus genannt und ist von Wolfgang Struppeler erbaut. Die wichtigste Inschrift gilt der Sage, daß Trier 1300 Jahre älter sei als Rom. Eine andere deutet auf St. Antonius, den Schutzherrn des Hauses.
Die Skulptur entstammt der Werkstatt eines Ende des 17. Jahrhunderts in Trier sehr bekannten Bildhauers.

Hinweis: Die Steipe und das Rote Haus sind derzeit nur von außen zu besichtigen, enthalten aber ein Café und ein Restaurant.