Heute in Trier - der Veranstaltungskalender

Datum: Freitag, 17. Februar 2017

Ausstellungen

Gerhard Freising spielt

von Gerhard Freising

Uhrzeit: 15.00 - 19.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Palais Walderdorff, Galerie, Domfreihof 1b, 54290 Trier, Telefon: 0651 / 7183435

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Freitag
17
Februar
"Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." Friedrich Schiller

Erstmals präsentiert der Trierer Architekt Gerhard Freising ( *1940 ) sein künstlerisches Schaffen in einer Einzelausstellung. auch wenn die meisten Werke in den letzten Jahren entstanden sind, in denen die beruflichen Verpflichtungen geringer wurden, recht Freisings künstlerische Tätigkeit jenseits seines eigentlichen Berufsfeldes weit zurück: So begann er bereits 1970 im Medium der Fotografie zu arbeiten, wobei sein Interesse von Beginn an sowohl linearen Formen und Strukturen galt, als auch besonderen Farbstimmungen - künstlerische Fragestellungen, für die er im Stadtraum ebenso fündig werden konnte wie in von Menschen geformter Landschaft oder in unberührter Natur.

Der Fotografie ist Gerhard Freising über die Jahre treu geblieben, wobei in den letzten Jahren eine wichtige Weiterentwicklung stattgefunden hat: Freising verwendet eigene Aufnahmen nun als Ausgangsmaterial für formale Experimente, indem er die Fotos in einzelnen Elemente zerlegt und diese anschließend als Collage neu zusammenfügt. So entstehen Werke, die ihre Herkunft von der Fotografie nicht verleugnen und bei denen sich einzelne Bildmotive durchaus erkennen lassen, die ihre Wirkung aber vor allem als autonome Formgebilde entfalten.

Ein ähnliches Prinzip liegt einer Gruppe plastischer Arbeiten zugrunde, die seit 2011 entsteht. Auch hier nutzt Freising Vorgefundenes - in diesem Fall abgelegte Alltagsgegenstände wie Werkzeuge oder Küchenutensilien aus Metall oder alte Fensterrahmen aus Holz - um diese neu zu kombinieren, sie inhaltlich umzudeuten und ihnen damit neues Leben einzuhauchen. Dabei liegt es in der Natur des Spielerischen, dass zunächst nicht klar ist, wie das Ergebnis dieser Metamorphose aussehen wird- es ist ein schöpferischer Prozess ohne klar definierte Ziele. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass Freising auch hier die allermeisten Arbeitsschritte selbst vornimmt. Allenfalls bei der Metallbearbeitung greift er auf die Unterstützung einer Werkstatt zurück.

Häufig sind es Serien, in denen Gerhard Freising einer bestimmten Fragestellung nachgeht, so dass die einzelnen Werke wie Variationen über ein Thema verstanden werden können. Überblickt man das gesamte in der Ausstellung ausgebreitete Schaffen, so finden sich indes Themen, die die einzelnen Werkgruppen - bei all ihrer unterschiedlichen Materialität - miteinander verbinden. So gilt ein besonderes Interesse Freisings dem Thema Farbklänge, was sich in den Foto-Collagen ebenso manifestiert wie in plastischen Werken, bei denen farbige, teils ungewöhnlich starke Plexiglasscheiben zum Einsatz kommen.

Zentral ist auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Raum, wobei Gerhard Freising hier mit verschiedenen Möglichkeiten spielt, einen Raum zu definieren und Einblicke in ein Raumgefüge zu gewähren - hier wird die Herkunft des Künstlers aus der Architektur greifbar. Auch Fragen nach dem Verständnis von innen und außen kommen zur Sprache, insbesondere in einer Gruppe kleinerer Bronzearbeiten. In ihrer Anmutung eher streng, sind auch diese Werke das Ergebnis eines spielerischen Prozesses, handelt es sich doch um Abgüsse von Objekten, die Freising zunächst aus quadratischen Holzsegmenten zusammengefügt hat.

Preise:

Eintritt frei
Anreise mit Bus & Bahn




:

Anreise per PKW (Routenplaner)
Startort

Zielort Palais Walderdorff
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