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Trier für Alle

Ein Volksfeind

Ein Volksfeind

Gesellschaftsdrama von Henrik Ibsen

Datum:

Samstag, 14. Februar 2026

Beginn:

19:30 Uhr

Treffpunkt:

Theater, Grosses Haus, Am Augustinerhof 3, 54290 Trier

Vorverkaufsstellen:

Karten sind online auf www.theater-trier.de erhältlich sowie an der Theaterkasse (Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Samstag von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr) via E-Mail an theaterkasse@trier.de sowie telefonisch unter 0651 718 1818.

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Einen sprachmächtigen Kampf um die Wahrheit bringt Regisseur Jean-Claude Berutti ab Samstag, 17. Januar auf die Bühne des Theaters Trier. In Henrik Ibsens „Ein Volksfeind“ ringen politische Opportunisten, ein idealistischer, sich stetig radikalisierender Wissenschaftler und eine macht-, wie verantwortungsbewusste Politikerin um einen Umweltskandal, der Wohl und Wehe einer kleinen Stadt bestimmt. Die politischen Entwicklungen wie die verwickelten familiären Verhältnisse, die sich weiter und weiter verdichten, machen das Stück zu einer ebenso genauen wie brandaktuellen und hochspannenden Analyse gesellschaftlicher Konflikte.
Eine beschauliche Kleinstadt lebt vor allem von den Einnahmen des Kurbades. Das heilende Wasser allerdings ist verunreinigt, weiß Badearzt Dr. Stockmann dank wissenschaftlicher Analysen und fordert die sofortige Schließung des Bades. Seine Schwester, die Oberbürgermeisterin, ist mit Blick auf den politischen Frieden im Ort und die Existenz der Bürgerinnen und Bürger, die von dem Kurbad leben, strikt dagegen. Zwischen den ethischen, politischen und familiären Fronten mischt zudem eine opportunistische Lokalzeitung mit, deren Chefredakteur vor allem seine Abonnentinnen und Abonnenten und damit die Auflage im Blick hat. Henrik Ibsen erzählt in seinem „Volksfeind“ ausgehend von einem Umweltskandal die disruptiven Kräfte gesellschaftlicher Verhältnisse und deren Kippen in einen Kampf ums Macht- und Rechthaben.
„Er ist wahrscheinlich der exakteste Dramentechniker, den die Literatur aller Zeiten hervorgebracht hat“, schrieb Alfred Kerr, einer der einflussreichsten Kritiker der Weimarer Republik über Henrik Ibsen. „So enthalten seine Werke die subtilsten und mannigfachsten Beziehungen. Alles ist doppelt und dreifach verknüpft.“ Jean-Claude Berutti arbeitet in seiner Inszenierung diese Verknüpfungen psychologisch exakt heraus. So wird das Gesellschaftsdrama zu einem kammerspielartigen Politkrimi, in dem Barbara Ullmann und Patrick Nellessen als verschwisterte Bürgermeisterin und Badearzt aufeinandertreffen. Bald geht es nicht mehr um den Umweltskandal und die Gesundheit der Menschen, sondern darum, wie wir miteinander leben wollen und, wie Politik auf kommunaler Ebene funktionieren kann. Premiere ist am Samstag, 17. Januar um 19:30 Uhr im Großen Haus.

Quelle: Theater Trier

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