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Ein Luftbild über die von der untergehenden Sonne beschienenen Liegenschaften des UNESCO-Welterbes: die Konstantinbasilika, den Dom und die Liebfrauenkirche. - © Trier Tourismus und Marketing GmbH_Victor Beusch
Trier für Alle

UNESCO-Welterbetag: Grenzenlose Verständigung

29.05.2026

Beim UNESCO-Welterbetag am 7. Juni lassen zahlreiche kostenlose Führungen und Sonderaktionen das Trierer Welterbe neu entdecken

 

Als die UNESCO nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde, stand am Anfang ein Satz, der bis heute nachklingt: „Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.“ Dieser Gedanke ist kein fernes Gründungsdokument, sondern ein Auftrag – und wie konkret dieser sein kann, zeigte eine der ersten großen internationalen Rettungsaktionen der UNESCO: Als der Bau des Assuan-Staudamms die nubischen Monumente in Ägypten bedrohte, rief die Organisation 1960 die Weltgemeinschaft zur Hilfe. 22 Monumente und Komplexe wurden durch die technische und finanzielle Hilfe von 50 Ländern gerettet. Aus einem drohenden Verlust wurde ein weltweites Zeichen dafür, was gemeinsames Handeln zum Schutz von Kultur leisten kann – über Grenzen, Sprachen und politische Systeme hinweg.

Genau diesen Gedanken greift der diesjährige UNESCO-Welterbetag auf. Unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ laden die Trier Tourismus und Marketing GmbH (TTM), die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), die Hohe Domkirche Trier und die Dom-Information, die Pfarrei Liebfrauen, die Evangelische Kirchengemeinde, der Heimat- und Kulturverein Agulia e.V. Igel sowie die Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier dazu ein, das Welterbe nicht nur als Zeugnis der Geschichte zu verstehen, sondern auch als Zeichen des Austauschs, der gemeinsamen Wurzeln und der Erzählung von dem, was Menschen miteinander verbinden kann.

Am Sonntag, 7. Juni 2026, können Besucherinnen und Besucher das Trierer Welterbe beim UNESCO-Welterbetag diese Verbindung aus neuen Perspektiven entdecken: zwischen den mächtigen Basaltpfeilern der Römerbrücke und dem filigranen Maßwerk des Domkreuzgangs, zwischen dem Adler auf der Spitze der Igeler Säule und der Friedenstaube in der Fensterrose der Liebfrauenbasilika. Jede der 15 kostenlosen Führungen eröffnet ihren eigenen Blick auf das, was Trier einzigartig macht – und auf das, was dieses Erbe mit der Welt verbindet. Dabei finden zum Teil zwei oder drei Führungen zeitgleich statt; da jedoch viele Bauwerke oder Buchschätze mehrfach im Rahmen des Kurzführungsprogramms vorgestellt werden. können Interessierte  sich ihren „UNESCO-Tag“ zusammenstellen, ohne etwas zu verpassen.

Komplettiert werden diese kostenlosen Rundgänge durch die Angebote der Trier Tourismus und Marketing GmbH (TTM), die tiefer in die Geschichte Triers einführen: Neben dem klassischen Stadtrundgang von der Porta bis zum Kurfürstlichen Palais, der auch für Triererinnen und Trierer einige Überraschungen bereithält, und der Erlebnisführung „Das Geheimnis der Porta Nigra“ lockt insbesondere der VR-Rundgang des „Treverer Code“. Er führt die Zuschauer*innen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen unter anderem auf eine römische Baustelle, in die Thermen des 4. Jahrhunderts, zu einer Kaiseraudienz in die Palastaula oder zu einem frühchristlichen Gottesdienst. Im Insiderrundgang „Auf kaiserlichen Spuren“ geht es tief hinab in die Stadtentwicklung rund um die Konstantinbasilika: Der ansonsten für Besucher*innen geschlossene, unterirdische Kryptoportikus erzählt von der prunkvollen Lebensweise der Stadtbevölkerung im 1. und 2. Jahrhundert, die Grabungen unter der Basilika führen zu den Resten der dortigen Bebauung, zur prunkvollen Hypokaust-Heizung des Kaiserpalastes, aber auch in einen mittelalterlichen Weinkeller. Tickets für diese Angebote der TTM gibt es im Vorfeld unter www.ticket-regional.de oder in der Tourist-Information an der Porta Nigra. Zusätzlich gibt die in Gladiatorenschule Trier e.V. am Sonntag, 7. Juli, im Rahmen der GDKE-Reihe „Römer-Leben“ im Amphitheater Beispiele ihrer Kampfkunst. In kurzen Schaukämpfen erleben die Gäste am authentischen Ort die Faszination des antiken Unterhaltungssports und erfahren zugleich mehr über Ausbildung, Versorgung und Alltag der einstigen Sport-Prominenz. Auch hier sind Eintritt und Programm im rahmen des UNESCO-Welterbetages frei.

Um 17:00 Uhr endet der UNESCO-Parcours mit dem traditionellen „Schlussakkord“ in der Liebfrauenkirche, in diesem Jahr gestaltet von Organist Stefan Kölsch und dem Vokalensemble „Sine Nomine“. Wer Triers Welterbe lieber individuell erkunden möchte, kann unter www.zentrum-der-antike.de/angebote-programm/digitale-angebote auch einem Audiowalk folgen, der an der Porta, dem Dom und der Liebfrauen-Basilika, den Kaiserthermen und dem Amphitheater von der Einzigartigkeit dieser Orte erzählt. Geeignet ist er bereits für Welterbe-Fans ab sechs Jahren. Und das eintrittsfreie Musik-Tanz-Familien-Picknick-Event „BrückenGlück“ bietet abends bis 22:00 Uhr noch den perfekten Ausklang nach einem erlebnisreichen Tag. Schließlich sind Musik und Tanz wie das Welterbe: universell verständlich.

Treffpunkt für die Rundgänge ist jeweils am Eingang des Bauwerks; für die Führungen an der Römerbrücke wartet der Gästeführer am östlichen Brückenkopf an der Konstantinsäule. Die Ausführungen zur Igeler Säule finden unmittelbar am Grabmonument statt (Trierer Straße 39, Igel). Alle Führungen sowie die Eintritte in die Bauwerke sind an diesem Tag kostenfrei. Zusätzliche, kostenpflichtige Rundgänge, die das UNESCO-Welterbe ausführlicher erläutern, finden Interessierte, zusammen mit einer Übersicht über das Gesamtprogramm, hier: www.trier-info.de/highlights/unesco-welterbetag


EXTRA:
Kostenfreie Führungen im UNESCO-Parcours

Termin: 07.06.2026

Startzeiten der Führungen

(Treffpunkt zu den Führungen jeweils in Klammern):

10.30 Uhr, Igeler Säule (Trierer Straße 39, Igel)

11.30 Uhr, Dom (Domstein),

      Codex Egberti & Deckel des Ada-Evangeliar (Eingang zur Wissenschaftlichen Bibliothek)

12.00 Uhr, Römerbrücke (Konstantinsäule am östlichen Brückenkopf)

12.30 Uhr, Kaiserthermen (Eingang; Führung auch in Gebärdensprache), Dom (Domstein)

14.00 Uhr, Römerbrücke (Konstantinsäule am östlichen Brückenkopf)

                      Barbarathermen (Anfang des Besucherstegs, Südallee)

                      Igeler Säule (Trierer Straße 39, Igel)

15.00 Uhr, Konstantin-Basilika (Eingang)

16.00 Uhr, Römerbrücke (Konstantinsäule),

                      Codex Egberti & Deckel des Ada-Evangeliar (Eingang zur Wissenschaftlichen Bibliothek)

                      Liebfrauenkirche (Portal)

17.00 Uhr, Musikalischer Schlussakkord in der Liebfrauenkirche -

      Konzert mit Organist Stefan Kölsch und dem Vokalensemble „Sine Nomine“

Kostenfreier Eintritt in allen Römerbauten und in die Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek am Welterbetag.

 

Zusätzliche Informationen:       
www.trier-info.de/highlights/unesco-welterbetag bzw. www.unesco-welterbetag.de/welterbestaetten/romische-baudenkmaler-dom-und-liebfrauenkirche-trier