Dom
Mitten im Trierer Stadtzentrum gelegen steht der Trierer Dom heute über einer ehemaligen konstantinischen Palastanlage, die im frühen 4. Jahrhundert durch die größte christliche Kirche der Antike überbaut wurde.
Der gegenwärtige Trierer Dom steht über einer ehemaligen konstantinischen Palastanlage. Nach Konstantins letztem Aufenthalt in Trier 328/29 wurde der Palast niedergelegt und 330 durch die größte christliche Kirche der Antike überbaut. Diese war etwa viermal so groß wie der heutige Dom und bedeckte die Fläche von Dom, Liebfrauen, Domfreihof und anstehenden Häusern mit Gärten und reichte damit fast bis zum Hauptmarkt.
Der heutige Dom enthält noch einen römischen Kern mit Originalmauern bis zu einer Höhe von 25,88 m. Das riesige Fragment einer Granitsäule neben dem Eingang zum Dom deutet ebenfalls auf den römischen Ursprung des Gotteshauses. Nach Zerstörungen im 5. und im 9. Jahrhundert wurde der intaktgebliebene Kern durch romanische Anbauten wieder erweitert - heute zeigt der Dom mit seinen drei Krypten, seinem Kreuzgang, der Domschatzkammer und der Heiltumskammer Architektur und Kunst aus einer Zeitspanne von über 1650 Jahren.
Der südliche Teil der römischen Doppelkirche wurde um 1200 abgerissen und vollständig ersetzt durch die frühgotische Liebfrauenkirche. Oberirdisch gibt es hier nichts Römisches mehr, aber unter dem Fußboden liegen ausgedehnte römische Grabungsbefunde (nicht öffentlich zugänglich), und mehrere der gotischen Pfeilerbündel stehen auf römischen Säulenfundamenten. Die mittelalterliche Kirche folgt aber nicht mehr dem Grundriß der langen dreischiffigen Basilika, sondern zeigt sich als Rundbau, dessen kreuzförmiges Deckengewölbe mit vier entsprechenden Portalen durch acht gerundete Altarnischen in den Kreuzzwickeln erweitert wird, so daß der Grundriß einer zwölfblättrigen Rose gleicht, ein Symbol Mariens, der rosa mystica, aber auch ein Hinweis auf die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel. Die Apostel, wie auch die zwölf Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses sind so auf die tragenden Pfeiler gemalt, daß sie vollständig nur von einem einzigen Punkt aus sichtbar sind, der mit einem in den Boden eingefügten schwarzen Stein markiert ist. Der faszinierenden Optik entspricht eine eindrucksvolle Akustik.
Auf dem Weg nach draußen passiert der Besucher Steinmetzzeichen und Graffiti aus sieben Jahrhunderten, das vielfigurige Westportal, den Bischofspalast, das Palais Kesselstatt und das Tor, das die Grenze der Domstadt markiert.
Weitere Informationen
Dom-Information, Tel. 0651 / 979079-0, Fax 0651 / 979079-9
Website der Dom-Information: www.trierer-dom.de











